Vom Anfang

Ich versuche, hier einen Anfang zu finden.

Einen Anfang – nach den letzten zwei Jahren fühlt sich fast alles wieder wie ein Anfang an.
Trotz der Stille in der Kulturlandschaft, trotz dem Schweigen draußen in den Straßen, ist viel passiert.
Aus der zu Beginn fast überstürzten Idee, neben dem Studium ein zweites Standbein aufzubauen, hat sich inzwischen ein kleines Netzwerk entwickelt, in dem ich mich bewegen, in dem ich arbeiten, in dem ich kreativ sein kann. Veranstaltungen zu entwickeln und zu begleiten, Projekte zu konzipieren und Texte für Presse und Öffentlichkeit zu verfassen, ist mehr geworden, als eine zwischenzeitliche Nebenbeibeschäftigung.

Zwischen eigenen künstlerischen Projekten, einem weiterführenden Studium und der Arbeit, sind die Aufträge und Anfragen, die mich erreichen, fester Teil meines Alltags geworden.
Und trotzdem – ein Anfang, jedes Mal wieder, wenn ich euch kennenlernen darf, wenn ich an neuen Orten ankommen und neue Formate erleben darf!

Richtungsding. Dichtungsring.

Release-Lesung am Kulturcampus

Seit drei Jahren war ich nicht mehr an meinem alten Campus. Als ich mich am Donnerstag dann mal wieder auf den Weg machte, die Bundesstraße quer durch Hildesheim hinunter, kurz den Blick von der letzten Hügelkuppe aus auf die Domäne Marienburg (wunderschön, wie immer, vor allem jetzt im Sommernachmittag), haben sich die letzten drei Jahre ganz schnell verflüchtigt.

gedichte nicht unabhängig voneinander.
Gedichte in Beziehung.

Komisch, wieder hier zu sein. Kaum noch bekannte Gesichter, über Corona haben wir uns gegenseitig vergessen oder haben unseren Abschluss gefunden – im Bachelor, mit Hildesheim.
Umso schöner, zurückzukommen weil wir gemeinsam geschrieben haben, 2020 schon. Und jetzt endlich: Release der Anthologie, Lesung, Sekt und O-Saft.
Wir sind alle verhalten stolz, Applaus tut mal wieder richtig gut.

Danke, an Guido, an Arne Rautenberg, an die Studis aus dem Seminar „Die absolute Textwerkstatt“, an die Edition Pächterhaus für einen lyrischen Domäneabend.
Es war ein bisschen wie nach Hause kommen.